Geschichte

UHCE / HC Graz

Im Jahre 1984 beschloß eine Gruppe von Studenten, die im Rahmen einer freien Übungsgruppe des Universitätssportsinstituts (USI) die olympische Sportart Landhockey ausübten, an der heimischen Meisterschaft des Österreichischen Hockeyverbandes (ÖHV) teilzunehmen. Unter der Federführung von Reinhard Brantner, Ferry Fischer, Martin Berghofer und Günter Skutnik wurden die notwendigen Trainingsvoraussetzungen und vereinsrechtlichen Maßnahmen für eine ordnungsgemäße Teilnahme geschaffen. Eine erste Trainingsstätte wurde in der Algersdorfer Schule unter der Patronanz der UNION Eggenberg gefunden. Um den Bestimmungen des ÖHV zu genügen wurde die Hockeysektion verreinsrechtlich als eigener unabhängiger Verein unter dem Namen UNION HOCKEY CLUB GRAZ-EGGENBERG in das Vereinsregister eingetragen. Eine Tatsache war dabei besonders erwähnenswert: Alle Funktionäre waren selbst Aktive und erbrachten alle Leistungen voll ehrenamtlich. Dies hat sich bis zum heutigen Tag nicht geändert und hat sicher wesentlichen Anteil daran, daß der Verein auch heute noch floriert.

Bald war der Turnsaal der Algersdorfer Schule nicht mehr ausreichend und die Hockeyspieler fanden eine neue Heimstätte in der Sporthalle des Landesverbandes in der Gaußgasse. Die große Sporthalle ist in Österreich wegen der großzügigen Dimensionen und dem schnellen Parkettboden nach der Wiener Stadthalle sicherlich eine der besten Hockeyhallen. Dies wurde uns von vielen in- und ausländischen Mannschaften bestätigt.

Von Anfang an wurde auf Nachwuchsarbeit großer Wert gelegt

Schon in den ersten beiden Vereinsjahren wurde den Verantwortlichen klar, daß ein längerfristiger Fortbestand des Vereins nur über konsequente Nachwuchsarbeit gesichert werden konnte. Daher wurde schon 1985 mit dem Aufbau einer Nachwuchsmannschaft unter dem Namen „Uni Graz“ begonnen. 1986 nahmen erstmals zwei Grazer Teams an der österreichischen Hallenhockeymeisterschaft teil. Innerhalb kürzester Zeit etablierte sich die erste Herrenmannschaft in der Staatsliga B. Auch die Nachwuchsmannschaft konnte sich aus der D-Liga in die Staatsliga C hochdienen. In den Jahren 1988/89 wurde mit dem Aufbau einer Jugendmannschaft begonnen. Große Unterstützung erhielten wir dabei vom BG/BRG Kirchengasse, wo Mag. Dietmar Feldbacher für den Zulauf zu unserer Jugendmannschaft sorgte. Ein Jahr später wurde nach dem Aufbau einer Damenmannschaft die Zahl der Aktiven auf ca. 45 erhöht.

Unsere Probleme

Das Führen eines Vereines in einer absoluten Randsportart ist natürlich kein leichtes Unterfangen. Es ist nahezu unmöglich Sponsorgelder aufzutreiben und man ist auf die Almosen der Stadt Graz und des Landes Steiermark angewiesen. Während an Fußballklubs Millionenbeträge ausgeschüttet werden, bleiben für die Förderung des Breitensportes und der Randsportarten nur Minimalbeträge übrig. Die Teilnahme von 4 Mannschaften am Meisterschaftsbetrieb des ÖHV wird zusätzlich noch durch den Umstand erschwert, daß wir als einziger Club im südösterreichischen Raum zu jedem Auswärtsspiel mindestens 400 Kilometer fahren müssen. Als einzige Lösung blieb der Ausweg, von allen Spielern prinzipiell zu verlangen, daß neben dem monatlichen Mitgliedsbeitrag alle Fahrtspesen für Meisterschaft und Turniere sowie die Kosten für Ausrüstungsgegenstände selbst zu tragen sind. Dies bereitet uns besonders im Nachwuchsbereich erhebliche Probleme. Trotzdem gelang es uns bis jetzt immer schuldenfrei zu bilanzieren und mit voll motivierten Mitgliedern einen geregelten Meisterschaftsbetrieb abzuwickeln.

Trotzdem waren die Erfolge beachtlich

In allen Spielklassen konnten aber trotz der widrigen Rahmenbedingungen hervorragende Erfolge erreicht werden. Die erste Herrenmannschaft bestach in allen Jahren durch konstante Leistungen in der zweithöchsten österreichischen Liga. Lediglich der Aufstieg unter die sechs Top-Teams blieb uns bisher versagt (einmal scheiterten wir als Vizemeister der Staatsliga B nur wegen einem einzigen fehlenden Punkt). Auch die zweite Herrenmannschaft hat in den letzten beiden Jahren soviel an Qualität gewonnen, daß der Aufstieg in die Staatsliga B heuer gelingen müßte. Unsere Damenmannschaft feierte 1994 ihren größten Erfolg. Sie nahm nach dem Titelgewinn in der B-Liga als erste steirische Mannschaft am Meisterschaftsbewerb der höchsten österreichischen Spielklasse teil. Auch wenn der Klassenerhalt in der Staatsliga A wegen des kleinen Kaders nicht geschafft wurde, schlugen sich unsere Damen hervorragend und waren ein durchwegs ernstzunehmender Gegner für die anderen Topteams.

1997 – Die Sensation durch unser Jugendteam

Als unter der Leitung von Helmut Promitzer und Heinz Sorgner ein neues Jugendteam aufgebaut wurde, ahnte noch niemand, daß dieses Team den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte erringen würde. In der Hallenmeisterschaft 96/97 errang das Team des UHCE den österreichischen Staatsmeistertitel im U16 Bewerb. Trotz härtester Konkurrenz durch die Wiener Traditionsklubs gelang es unseren Burschen, den Titel mit großem Vorsprung nach Graz zu bringen. Schwer trifft uns daher in diesem Zusammenhang natürlich die Tatsache, daß sämtliche Unterstützungen für diese Mannschaft aus dem schulischen Bereich dem Sparpaket zum Opfer fielen. So wurden sämtliche Stunden für eine Neigungsgruppe ersatzlos gestrichen !

2004 – Umbenennung in HC Graz

Nach 20 Jahren UHCE Graz war es an der Zeit den für alle eigentich unverständlichen Vereinsnamen UHCE Union Hockey Club Graz Eggenberg in etwas leichter verständlicheres zu ändern. Als neuen Vereinsnamen wählte man HC Graz Hockey Club Graz.

2005 – Der Aufstieg in die A-Liga

In der Saison 2004/05 gelang dem Herrenteam des HC Graz die große Sensation – der Aufstieg in die höchste österr. Spielklasse. Unter der Leitung von Helmut Promitzer schaffte das Team nach einer spannenden Meisterschaft den zweiten Tabellenplatz und sicherte sich im Relegationsspiel im 7-m schießen den Aufstieg

Internationale Turniere

Einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Spielstärke ist neben konsequentem Training die Teilnahme an großen internationalen Turnieren. Pro Jahr nehmen wir an mindestens 6 bis 8 Turnieren teil, um Spielpraxis zu sammeln. Hier gilt natürlich auch, daß alle Spesen (Fahrtkosten, Unterbringung, Verpflegung) von den Teilnehmern selber zu tragen sind. Aber die Begeisterung für diese rasante, faire Sportart wiegt alles auf und hilft über viele Probleme hinweg. Selbstverständlich ist auch Graz Veranstaltungsort für ein gut besetztes Turnier mit stärkster nationaler und internationaler Beteiligung.